Lexikon

E

Edelstahl

Legierte oder unlegierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad werden Edelstahl genannt. Das sind Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt (sogenannte Eisenbegleiter) 0,025 % (Massenanteil) nicht überschreitet. Sie zeichnen sich durch hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse aus. HUERO setzt in der Regel die Werkstoffe 1.4301 (AISI304) oder 1.4401 (AISI316) bzw. 1.4571 (AISI316Ti) ein.

Edelstahl V2A (AISI 304 / 1.4301)

Edelstahl V2A 1.4301 ist der erste kommerzielle nichtrostende Stahl und ist heute mit einem Produktionsanteil von 33 % der am häufigsten eingesetzte Edelstahl. Es ist ein austenitischer, säurebeständiger 18/10 Cr-Ni-Stahl, der wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehalts nach dem Schweißen bei Blechstärken bis 5 mm auch ohne nachträgliche Wärmebehandlung interkristallin beständig ist. Er ist für eine Temperaturbeanspruchung bis 600 °C zugelassen. Die Schweißbarkeit ist nach allen elektrischen Verfahren gut, ein Gasschmelzschweißen sollte nicht angewendet werden. Er hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, Rollformen etc. Bei der Zerspanung muss wegen der Neigung zur Kaltverfestigung mit Werkzeugen aus hochlegiertem Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden.

Verwendung:
1.4301 oder auch Edelstahl V2A ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau, in der Architektur, im Fahrzeugbau, für Haushaltsgegenstände und -geräte, für chirurgische Instrumente, im Schank- und Küchenbau, bei Sanitäranlagen, für Schmuckwaren und Kunstgegenstände. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Elektropolieren wesentlich erhöht. Dies wird insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel-, Medizin- und Fassadentechnik gefordert. Ungeeignet ist dieser Edelstahl für Anwendungen in Schwimmbädern.

Quelle und weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl#WNr._1.4301_.28X5CrNi18-10.29.2C_AISI_304_.28V2A.29

Eloxal

Beim Eloxieren wird auf dem Aluminium Werkstück eine dünne Schutzschicht von 5 bis 25 Mikrometer aufgetragen, die vor Korrosion schützt. Die genaue Bezeichnung ist: Elektrolytische Oxidation von Aluminium.

EPDM

EPDM ist die Abkürzung für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk:

Dieser Werkstoff wird wegen seiner guten Wetter- und Feuchtigkeitsbeständigkeit für unsere Gummidichtungen eingesetzt. Auch die thermische Beständigkeit (Hitze- und Kältewechsel) sucht seines Gleichen.

ESG

ESG steht für Einscheiben-Sicherheitsglas:

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht aus einer einzigen, speziell wärmebehandelten Scheibe. Das Glas wird während der Verarbeitung zu Einscheiben-Sicherheitsglas auf Temperatur erhitzt und danach schlagartig wieder abgekühlt. ESG muss vor der Wärmebehandlung geschliffen bzw. zugeschnitten werden, eine nachträgliche Bearbeitung ist nur sehr eingeschränkt möglich.

Durch die Wärmebehandlung besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit im Vergleich zu normalem Flachglas. Diese wird mittels des Pendelschlagversuches nach der Norm DIN EN 12600 nachgewiesen. Außerdem ist das vorgespannte Glas unempfindlich gegenüber großen Temperaturunterschieden. Die Unempfindlichkeit wird in Kelvin (K) bemessen und beträgt rund 200 Kelvin.

Weitere Informationen


Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Einscheiben-Sicherheitsglas